Gospelchor „Feel the Spirit“

Wir alle vor der Kirche

 

 

 

Chorleiter Florian Trottenberg

 

 

 

Verschiedene Studien beweisen, dass Singen im Chor nicht nur die Abwehrkräfte stärkt und die Stimmung hebt, sondern bewirkt, dass auch der Herzschlag beim gemeinsamen Singen beeinflusst wird. Schon nach ein paar Takten wird er bei allen Mitgliedern des Chores synchron – ihr Herz schlägt quasi im Gleichtakt.

Und Edwin Hawkins sagt, dass Gospel nicht der Sound, der Klang ist, – es ist die Botschaft und wenn sie von Jesus Christus handelt, ist es Gospel.

Seit 15 Jahren singen wir deshalb immer noch begeistert von der frohen Botschaft, den Gospels und Spirituals der Sklaven der Südstaaten, ebenso wie die modernen Gospels von Tore W. Aas, Miriam Schäfer oder Helmut Jost-Naujoks.

Aus einem Chorprojekt 2002 unter Leitung von Burghard Jungcurt wuchs der Wunsch, einen Gospelchor zu gründen und mit 20 musikbegeisterten Sängerinnen und Sängern starteten wir mit unserem ersten Chorleiter Gerd Bachmeier in eine abenteuerliche Zeit. Aus einem musikbegeisterten Vielgesang wurde mit der Zeit eine harmonische Runde. Über Auftritte bei Hochzeiten, bei Workshops, beim Gemeindefest und anderen öffentlichen Veranstaltungen machten wir uns bekannt und konnten unsere Mitgliederzahl verdoppeln.

Seit dem „Einstimmen in den Advent“ im November 2007 treten wir als „Feel The Spirit“, Gospelchor der evangelischen Kirche Eschollbrücken auf in schwarzer Kleidung mit cognacfarbenen Schals.

Nach dem Chorleiterwechsel im September 2018 proben wir wieder mit Florian Trottenberg und treffen uns immer montags von 20:15 bis 21:45 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Wir haben Freude am gemeinsamen Singen und wenn auch Sie Lust haben, mitzusingen, kommen Sie einfach vorbei oder melden Sic sich über Kontakt an.

 Auftritte derzeit wegen der Pandemie ausgesetzt.

Chorproben in Corona Zeiten – es ist anders

Eschollbrücker Gospelchor „Feel the Spirit“ probt regelmässig

Es ist Montag abend. Die Chorprobe beginnt wie üblich mit dem Einsingen, d.h. die Tonleiter rauf und runter, sowie Atem-, Sprech- und Lockerungsübungen. Danach werden bekannte Lieder geprobt oder neue Lieder vorgestellt und einstudiert. Alles wie immer? Mitnichten – es ist völlig anders.

Die Chorprobe findet „virtuell“ statt, d.h. die teilnehmenden Chormitglieder sitzen zu Hause vor ihren Rechnern, Tablets oder Mobiltelefonen. Eine besondere Herausforderung, insbesondere für den Chorleiter Florian Trottenberg aus Mainz (im Bild ganz rechts oben), vom Chor liebevoll „Flo“ genannt, der auch die Idee zu dieser Form der Probe hatte. So wird seit vielen Wochen auf diese Art und Weise „gesungen“. Von den 30 aktiven Sängerinnen und Sängern des Chores sind heute 20 dabei. Es ist anders.

Flo spielt auf seinem Klavier die Lieder für alle Stimmlagen vor (Sopran, Alt, Bass, Tenor). Es ist ein moderner Fernunterricht, Melodien vom Klavier werden eingespielt oder Videoaufnahmen von den letzten Konzerten gezeigt. Vor den Bildschirmen wird kräftig mitgesungen, mal laut, mal leise, mal richtig, mal falsch – es hört niemand. Die Teilnehmer sind „leise“ geschaltet, so dass alle nur den Chorleiter und sein Klavier hören können, aber eben nicht die Stimmen, den gemeinsamen Gesang. Es ist anders.

Auf diese Weise werden allerdings Texte von bekannten Liedern wieder in Erinnerung gerufen oder aber auch neue Melodien neu vorgestellt. Dieses stetige Wiederholen gibt Textsicherheit und die Töne, nun ja, die werden geübt, wenn der Chor sich wieder physisch treffen darf. Einige Chormitglieder können sich mit dieser Form der Chorprobe nicht anfreunden – „das ist nicht meins“ hört man und sie fehlen leider gegenwärtig dem Chor. Es ist anders.

Alle vermissen den persönlichen Kontakt. Eine Videokonferenz kann eine lebendige Probe oder gar ein Konzert nie ersetzen, gerade bei einem Chor. Hier spielt die Gemeinsamkeit und der Zusammenhalt eine besondere Rolle. Das gemeinsame Singen, das Hören der Stimmen, das Korrektiv durch den Chorleiter, die musikalische Untermalung durch das Klavier, die Gestik und Mimik, die Choreografie, gemeinsames Klatschen, gemeinsames Lachen – es fehlt.